Gastbeitrag: Apple User?

Warum du in Zukunft vermehrt auf Wireless-Lösungen setzen solltest und Dongles nicht die Antwort sind.

Want create site? Find Free WordPress Themes and plugins.

Dass Apple in seiner jüngsten Produktlinie – sehr zum Ärgernis vieler Fans – einige Ports gestrichen hat, ist nun keine Neuigkeit mehr. Inzwischen gibt es auch schon Ansätze, das zu umzugehen, von Apple selbst, wie auch von anderen Herstellern. Dabei wird allerdings wiederum nur auf noch mehr Kabel und Adapter gesetzt.

Warum aber nicht stattdessen in die Richtung gehen, in die Apple mit dieser Maßnahme ziemlich klar zeigt?
Die Rede ist von mehr kabelloser Peripherie. Weniger Kabel ans Macbook und iPhone schließen ist nicht nur angenehmer, sondern auch ein eleganter Weg, die vielen “Probleme”, die die fehlenden Ports mit sich bringen, gar nicht erst zu haben.

Anzeige:

Essentiell sind dabei vor allem zwei Wireless-Standards: 802.11, besser bekannt als WLAN und auch Bluetooth, den ihr vermutlich hauptsächlich für Audiogeräte und Tastaturen verwendet.

Mehr wireless am MacBook und iPhone – ganz einfach

Neben einer rundum-Erneuerung hat das MacBook auch eine neue Nomenklatur erhalten. Das MacBook Air fällt durch den Rost und es bleiben MacBook Pro und einfach nur MacBook. Ich meine mit MacBook alle beiden aktuellen Geräte der Linie.

Die vielen Ports, die besonders das MacBook Pro ausgemacht hatten, hat Apple in der Neuauflage bekanntlich alle zugunsten von USB C Ports abgeschafft.

Das iPhone 7 hingegen hat “nur” den Kopfhörer-Anschluss eingebüßt und kann nur noch mit einem Adapter ans MacBook angeschlossen werden

Klar, dass da viele aufschreien.

Bis man umdenkt.

Was sind Dinge, die man wirklich täglich an sein Notebook bzw. ans iPhone anschließen muss? Aus dem Stegreif fallen mir ein:

  • USB-Sticks oder Kabel
  • Kopfhörer
  • besagtes LAN Kabel (wenn man noch nicht auf WLAN umgestiegen ist)
  • Thunderbolt/Lightning Kabel, wenn man an einen Beamer / Monitor anschließen muss

Ist eine Vielzahl an Dongles und Adaptern wirklich die Antwort? Oder das Hyperdrive für das MacBook, das aus einem USB C Port einen ganzen Port-Riegel macht?

Wie wäre es, wenn wir stattdessen unsere Gewohnheiten ändern – hin zu Lösungen, die anfangs ungewohnt und seltsam sind, auf lange Sicht aber sinnvoller. Die oben genannten Peripherie-Geräte könnte man ersetzen durch:

  • Cloud Speicher. Statt mühsam über externe Festplatte oder USB-Stick Daten von einem zum anderen Computer zu schieben, warum nicht einfach über die Cloud arbeiten? Immer geht das natürlich nicht – allerdings arbeiten neuere Festplatten bereits mit USB C arbeiten. Und das ziemlich schnell (wie klingen 136 MB/s? Oder 450 MB/s bei SSD Platten?). USB-Sticks hingegen sind ohnehin ein aussterbendes Medium. Mehr würde ich Trauer um die SD-Karte verstehen (für die zugegeben so schnell kein kabelloser Ersatz da ist)
  • Bluetooth – während das MacBook noch einen Aux-Port hat, fiel der beim iPhone bereits weg. Bis das auch beim Macbook passiert, könnte es nur eine Frage der Zeit sein. Bluetooth Kopfhörer sind überragend praktisch und mittlerweile in Sachen Sound längst mit kabelgebundenen Kopfhörern auf Augenhöhe (zumindest was Musik hören am Notebook angeht – ein Kopfhörerverstärker an einer guten Stereo-Anlage + Hi-Fi Kopfhörer ist ein ganz anderes Biest)
  • Einen LAN Port hatte das MacBook pro schon seit 2014 nicht mehr und kein Hahn kräht danach. Wenn es wirklich nicht anders geht und man sich per LAN wo anschließen muss (z.B. in Hotels), müssten ältere Apple Hasen den Adapter auch bereits gewohnt sein. Die kabellose Alternative wäre, einen kleinen portablen Access Point an das LAN zu hängen und sich dann per WLAN mit dem MacBook zu verbinden.
  • Der USB C Anschluss ermöglicht immer noch eine Verbindung zu externen Displays – hier braucht man nur wiederum einen Adapter. Allerdings stehen die Chancen gut, dass Bildschirm-Hersteller hier auch bald mehr Kompatibilität mit USB C anstreben

Dongles sind höchstens eine Übergangslösung

Wenn Apple den jetzigen Weg weitergeht, könnten andere Hersteller bald folgen. Zumindest würde es aber bewirken, dass alle, die bei PC und Smartphone weiterhin auf den Apfel setzen, umdenken müssen. Oder sollten.

Ich denke, dass Dongles dabei nur eine Übergangslösung darstellen, man aber vor der Entwicklung in Richtung Kabelfreiheit nicht den Sand in den Kopf stecken darf. Das Problem, das eine ehemals große Technologie – sei das nun die Diskette (der jüngeren Generation bekannt als “das Speichersymbol in Word”), die CD oder eben nun eine Vielzahl an Anschlüssen – plötzlich weggelassen wird, ist kein neues.

Natürlich traue ich Apple zu, dass sie Kohle mit Dongles machen möchten. Aber wenn man für einen Augenblick von der Unterstellung absieht, geht Apple damit einen mutigen und unbeliebten Schritt. Traut sich keiner, den zu gehen, würden sich neue Standards auch nie durchsetzen.

Ohne mich als Orakel präsentieren zu wollen, vermute ich hinter dem Schritt einen Fingerzeig in Richtung mehr Wireless. Da bin ich zugegeben ein wenig vorurteilsbehaftet. Aber stellt euch mal selbst vor die Frage: macht es Sinn, mit Gewalt an unzähligen Kabelstandards festzuhalten und die Mobilität, die Geräte wie ein MacBook und iPhone mit sich bringen, durch Dongles einzuschränken?

Über den Gastautor:

Tom gibt auf seiner Seite Wirelesspirat seinen Senf zu kabellosen Geräten – allen voran Audiogeräten, wie Bluetooth Kopfhörern. Entwicklungen zu mehr Wireless, wie die hier beschriebene, beobachtet er gerne und versucht möglichst wenig Kabel zu verwenden. Die machen nicht nur das Leben, sondern auch seine Leidenschaft, das Reisen, unnötig schwer.

Did you find apk for android? You can find new Free Android Games and apps.

Kommentare

Close